Ein ziemlich konformes Buch

Ich denke gerade darüber nach, ein Buch zu schreiben. Material dazu hätte ich, keine Frage, nur halt, steht immernoch im Raum, dass ich es eigentlich nicht kann. Die Beobachtung von Menschen, ihren Gebärden, ihrem Sein, könnte Thema sein, aber müsste und dürfte es halt nicht so zynisch und verachtend präsentiert werden, wie ich es bisweilen mache.

Bei dem Gedanken daran, ein Buch zu schreiben, bin ich also aller Vorsicht zugute nochmals in mich gegangen und stieß dabei auf folgendes Lied:

Nun mag man einem Song nicht sonderlich viel an Bedeutung zumessen, aber doch muss ich sagen, dass – wenn ich ein Buch schreiben möchte und dem Song Bedeutung zumesse – durchaus ein Projekt in seiner Entstehung schon zum Scheitern verurteilt sein kann. Meine Sichtweise ist dermaßen gefärbt, dass es eigentlich schon keinen Spaß mehr macht.

Letztendlich verhindert doch der Gedanke daran, dass man ein Buch für Leute schreiben würde, die es nicht bräuchten, und andere Leute, die es belächeln und ablehnen würden schon den Grundansatz, überhaupt ein Buch zu schreiben, oder? Ich meine natürlich, wenn man nicht Geld damit verdienen möchte. Diese Klausel muss man ja offensichtlicherweise heutzutage hinzufügen.

Die, die mich ohne mein Buch lieben, werden mich auch weiterhin lieben.
Die, die mich nicht lieben, wird kein Buch der Welt vom Gegenteil überzeugen können.
So einfach ist die Welt. ;)

Liebe Grüße,
Ingo, der ein Buch geschrieben hat, das er nie geschrieben hat.

Wenn ich mir die Zeilen des Songs anhöre, dann wird mir wieder einmal bewusst, dass alle weitergegangen, und nur ich stehengeblieben bin. Mit Idealen, die keine Chance haben, mit Gedanken, denen immer ein “aber man muss doch sehen, wo man bleibt” entgegen stehen wird. – Nein, ich will keine Revolution, ich will Ehrlichkeit, nicht mehr, aber auch nicht weniger… so einfach ist das ;)

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Hier sollten die Profildaten eingefügt und angezeigt werden, wenn ich sie denn mal eingegeben habe. ;-) Zeige alle Beiträge von iSeliger

Eine Antwort zu „Ein ziemlich konformes Buch“

  • HP

    Sieh´ es doch mal so: Du denkst schon länger darüber nach, schreibst über´s Schreiben und legst deinen Lesern schon nahe, dass du es wahrscheinlich bleiben lässt. Das heißt doch nichts anderes, als “FANG EINFACH AN”. Wenn man mit sowas schwanger geht, kann man es doch probieren und ob du´s später veröffentlichst, ist doch egal. Kannst doch nur bei gewinnen.
    Wenn´s um sowas geht, kann ja auch der Weg das Ziel sein! Also, Bier ausm Kühlschrank geholt und die Feder in die Tinte getaucht …

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